Frauen/Open Staatsmeisterschaft 2026: Klosterneuburg dominiert, Catchup verhindert historisches Triple
Am Wochenende vom 12.-13. September fanden die österreichischen Staatsmeisterschaften in den Divisionen Frauen und Open in Lannach bei Graz statt. Mosquitos Klosterneuburg, die sich bereits den Mixed Staatsmeistertitel 2026 sicherten, zogen auch in beiden Single-Gender Divisionen ins Finale ein. Mosquitos Open gewannen den Titel in einem Universe-Krimi gegen Echo, 15:14. Bei den Frauen unterlagen die Mosquitos einzig Catchup Graz, die das Wochenende über konstant bestritten und sich den Staatsmeisterinnen-Titel mit einem klaren 12:09 Sieg sicherten.
Frauen Ultimate im Aufschwung
Nach einigen Jahren mit geringerer Beteiligung in der Frauen Division kämpften in 2026 elf Teams um die Medaillenränge. Allein aus der Region in und um Wien nahmen sieben Teams mit variierender Stärke teil. Catchup Graz, die selbst mit zwei Teams antraten, gewannen erneut den Titel für das beste Frauenteam Österreichs. Nach einer ungeschlagenen Pool-Phase spielten sie im steirischen Halbfinal-Duell mit 15:08 klar besser als Styrian Sunrise, die sich aber noch die Bronzemedaille sicherten.
Im Finale trafen sie auf die ebenso ungeschlagenen Mosquitos Women aus Klosterneuburg. Die Grazerinnen starteten besser in das Spiel, motiviert von den vielen Zuschauer:innen, die den Weg nach Lannach bei Graz auf sich nahmen. Das ganze Spiel hindurch blieben die Grazerinnen konstant stark und ließen ihren Kontrahentinnen wenige Möglichkeiten für einen Ausgleich. “Fehler waren von uns erzeugt, durch den konstanten Druck, den wir erzeugen konnten", sagt Catchup Captain Johanna Dorr. Dieser Druck über das gesamte Spiel hinweg brachte den Grazerinnen den 12:09 Sieg und den erneuten Staatsmeisterinnentitel. Das gesamte Finale zeigte Frauenultimate auf höchstem Niveau. “Catchup konnte einige unserer Fehler sehr gut für sich nutzen.” Sagt Mosquitos Coach Kathi Meissl. “Wir haben uns zwar zeitweise wieder herangekämpft, müssen den Grazerinnen aber einfach zu einem wohlverdienten Sieg gratulieren.”
Auch abseits der spannenden Duelle an der Spitze gibt es im österreichischen Frauen-Ultimate Highlights. Besonders erfreulich ist dabei der starke Nachwuchs: Immer mehr junge Spielerinnen sammeln auf nationaler Ebene wertvolle Turniererfahrung, übernehmen Verantwortung auf dem Feld und zeigen, dass die nächste Generation bereits in den Startlöchern steht. Die Mischung aus erfahrenen Spielerinnen und ambitioniertem Nachwuchs sorgt für neue Energie in den Teams und macht Lust auf das, was in den kommenden Jahren im österreichischen Frauen-Ultimate noch möglich sein wird.
Mehr zum Verlauf des Turniers und zu Ergebnissen in der Frauen Division sind hier zu finden.
Topscorerinnen
Die Topscorerinnen kommen von den Flugsauriern Wels, dicht gefolgt von zwei Mosquitos Spielerinnen. Die Einzelleistungen der Top-Athletinnen des Turnier werden durch die Scorer-Punkte besonders deutlich:
Philippa Podstatzky (Flugsaurier Wels) - 5 Scores/Spiel (16 Goals, 19 Assists)
Trixi Petersdorfer (Flugsaurier Wels) - 5 Scores/Spiel (9 Goals, 26 Assists)
Johanna Roy (Mosquitos Women) - 4.4 Scores/Spiel (13 Goals, 18 Assists)
Daria Scheruga (Mosquitos Women) - 4.3 Scores/Spiel (16 Goals, 14 Assists)
Sophie Felgitsch (Styrian Sunrise) - 4.3 Scores/Spiel (19 Goals, 11 Assists)
Alina Zinner (Pretty Primates) - 4.3 Scores/Spiel (7 Goals, 23 Assists)
Platzierungen
Catchup Graz
Mosquitos Women
Styrian Sunrise
Matchbox
Flugsaurier
W.adies
Pretty Primates
Winona Raiders
Catchup Gurlz
Bossquitas
Boombox
Spirit Sieg: Flugsaurier (11,5 Punkte)
Open Teams auf Augenhöhe
Sechs Teams traten bei der Staatsmeisterschaft in der Open Division an. Während der Poolphase gab es einige eindeutige Ergebnisse, die dann im entscheidenden Bracket Play relativiert wurden. Flugsaurier aus Wels gewannen im ersten Spiel des Turniers 15:09 gegen Rumble Wien. Bei dem Rematch um Platz fünf drehte Rumble das Spiel in der zweiten Hälfte und gewann 15:14.
Auch Ultimate Primates unterlagen 09:15 in ihrem Auftaktspiel gegen Catchup Open. Die Teams spielten um Platz drei erneut gegeneinander. Während es für einen Sieg nicht reichte, kamen die Ultimate Primates sehr viel näher an die Grazer heran, Catchup Open gewann 15:12.
Catchup Open sicherte sich, nach einer bitteren 14:15 Niederlage im Halbfinale gegen ein besonders am Ende starkes Echo Team, die Bronzemedaille.
Mosquitos Klosterneuburg und Echo Wien trafen im Finale aufeinander, während Echo in der ersten Hälfte ein Break vorne war, schafften es Mosquitos besser, das Momentum in die zweite Hälfte mitzunehmen. Am Ende ging es um alles: 14:14, Spiel auf 15. Mosquitos spielten souverän und vom Brick Point weg, bauten guten Flow auf und halten den letzten Punkt im Spiel, der sie zu österreichischen Staatsmeistern macht. Neben den geringen Breaks und der hohen spielerischen Qualität, die im Finale gezeigt wurde, ist auch die hohe Spiritwertung anzumerken. 25 insgesamt vergebene Spirit-Punkte zeigen einen auf allen Ebenen des Frisbeesports gelungene Krönung des Turniers.
Abschließend ist das durchwegs hohe Niveau aller Teams anzumerken. Eine Steigerung sowohl der individuellen Stärke als auch der teilnehmenden Teams ist sehr klar zu erkennen. Mehr zum Turnierverlauf in der Open Division ist hier zu finden:
Topscorer
Elias Pashazadeh (Ultimate Primates) - 5 Scores/Spiel (6 Goals, 19 Assists)
Jakob Dunshirn (Mosquitos Open) - 5 Scores/Spiel (8 Goals, 12 Assists)
Clemens Jägersberger (Ultimate Primates) - 4.4 Scores/Spiel (13 Goals, 9 Assists)
Valentin Fischer (Catchup Open) - 3.8 Scores/Spiel (6 Goals, 13 Assists)
Lauritz Hopferwieser (Flugsaurier Wels) - 3.6 Scores/Spiel (5 Goals, 13 Assists)
Platzierungen
Mosquitos Open
Echo
Catchup Open
Ultimate Primates
Rumble
Flugsaurier Wels
Spirit Sieg: Mosquitos Open (11,0 Punkte)

